• 02154/ 93798-30
  • info@jakoby-immobilien.de
Ihr Makler in Willich, Düsseldorf und Umgebung

Das Wiederrufsrecht


 

Der Verbraucher kennt das Wiederrufsrecht schon aus anderen Bereichen. z.B. aus dem Online-Handel. Nach dem Willen der EU gilt dies nun auch für Maklerverträge, die mit Verbrauchern im Fernabsatz (E-Mail, Fax, Telefon, Internet, etc.) oder außerhalb der Geschäftsräume des Unternehmers geschlossen werden (Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU).

Seit dem 13. Juni 2014 ist der Makler von Gesetzgeber (BGB1. Teil I 2013 Nr. 58, S. 3642) verpflichtet, jeden Immobilieninteressenten über sein Wiederrufsrecht zu lehren. Auch wenn der Interessent sich erst einmal unverbindlich informieren will, schließt er bereits einen Maklervertrag, wenn er die Leistung des Maklers (Informationen, Exposé, Besichtigung etc.) in Anspruch nehmen will und die Provisionspflicht bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages informiert wurde.

 

Was Sie als Kunde wissen sollten!

 

  • Ein Maklervertrag kommt nach der Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) bereits zustande, wenn Sie sich bloß über das Objekt informieren wollen, Sie von der Provisionspflicht wissen und die Dienste (Besichtigung, Exposé etc.) des Maklers in Anspruch nehmen wollen (BGH, Urt. V. 3.5.12 -III 62/11).
  • Sie müssen - wie bisher - nur dann eine Provision zahlen, wenn es zum Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages kommt und dies auf die Tätigkeit des Maklers zurückgeht.
  • Sie gehen keine weiteren Verpflichtungen ein, wenn Sie dem Makler den Erhalt der Wiederrufsbelehrung bestätigen. Besichtigungen etc. werden - wie bisher - nicht abgerechnet. Wenn Sie sich die Immobilie also zunächst nur ansehen wollen, dann ist dies weiterhin unverbindlich.
  • Sie als Interessent/ Verbraucher haben das Recht, den Maklervertrag innerhalb von 14 Tagen zu wiederrufen.
  • Sollten Sie nach der Besichtigung letztlich kein Interesse an dem Objekt haben, müssen Sie -  wie bisher - nicht weiter unternehmen, also auch nicht wiederrufen. Ihr Makler wird Ihnen keine Rechnung stellen.
  • Ihr Makler kann das Wiederrufsrecht nicht ausschließen und Sie können nicht darauf verzichten, da Sie beide an die Vorschriften gesetzlich gebunden sind. Hat der Makler seine Leistung vollständig erbracht, können Sie Ihr Wiederrufsrecht vor Ablauf der Wiederrufsfrist von 14 Tagen verlieren (§ 356 Abs. 4 BGB n.F.). Seine Leistung ist vollständig erbracht, wenn er Ihnen "die Gelegenheit zum Abschluss eines Hauptvertrages vermittelt oder nachgewiesen" hat (§ 652 BGB) oder anders formuliert, Sie den Miet- oder Kaufvertrag verhandelt haben und abschließen können.
  • Der Wortlaut der Wiederrufsbelehrung geht auf das Gesetz zurück (BGB1. Teil 1 2013 Nr. 58, S. 3642). Ihr Makler hat hierauf keinen Einfluss. Auch die optionalen Erklärungen zum Wertersatz und zum vorzeitigen Erlöschen orientieren sich eng am Gesetzeswortlaut des Bürgerlichen Gesetzbuches ( §§ 356 Abs. 4, 357 Abs. 8 BGB). Möchte Ihr Makler eine Einverständnis zur Wiederrufsbelehrung, bevor er für Sie tätig wird, dann gehen Sie damit keine gesonderte Vereinbarung ein.

 

Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD, Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.